Programm

Begehren, Gier und Glück

(von BÖP anerkannt *)

 


Mittwoch, 19. Juni



EINFÜHRUNGSSEMINARE von 10 bis 17 Uhr

1  Ulrike GÜDEL, Reigoldswil (CH)

2  Christina KESSLER, Berlin

3  Michael LEHOFER, Graz

4  Michaela OBERTSCHEIDER, Wien

5  Franz RUPPERT, München

Detailinformationen zu den Einführungsseminaren siehe unten!


19 Uhr 
Präsentation der Video-Installation
Kay WALKOWIAK "Island / Ocean"

21 Uhr
VORTRAG Arnold METTNITZER, Wien
„ALLE LUST WILL EWIGKEIT. Über Glück und Unglück des Begehrens"


Donnerstag, 20. Juni


11.30 Uhr
BEGRÜSSUNG UND EINFÜHRUNG
Cyriak SCHWAIGHOFER, Schloss Goldegg

GRUSSWORTE
SGKK Obmann Thom KIENBERGER
Bürgermeister Hannes RAINER

ERÖFFNUNG
Landesrätin Andrea KLAMBAUER

12.00 Uhr
ERÖFFNUNGSVORTRAG Michael LEHOFER, Graz
„Schön, etwas lassen zu können ...“

15.00 Uhr
VORTRAG Franz RUPPERT, München
„Liebe, Lust und Psychotrauma. Selbstbegegnungen mit der Anliegenmethode"

17 Uhr
Arbeitsgruppen, 1. Einheit (Ende ca. 19 Uhr)
zeitgleich Vertiefende Gesprächsrunde

21.00 Uhr
VORTRAG Ulrike GÜDEL, Reigoldswil (CH)
„Lust(-verlust) in den Wechseljahren. Praxiserfahrungen einer Allgemeinärztin“


Freitag, 21. Juni


9 Uhr
VORTRAG Elia BRAGAGNA, Wien
„Wozu soll Frau überhaupt (noch) begehren?“

11 Uhr
Arbeitsgruppen, 2. Einheit (Ende ca. 13 Uhr)
zeitgleich Vertiefende Gesprächsrunde

15 Uhr
VORTRAG Peter RIEDL, Wien
„Wenn nur das Begehren nicht wär' ... Buddhistische Wege zum Glück"

17 Uhr
Arbeitsgruppen, 3. Einheit (Ende ca. 19 Uhr)
zeitgleich Vertiefende Gesprächsrunde

21 Uhr
ABENDGESPRÄCHE 


Samstag, 22. Juni


9.00 Uhr 
VORTRAG Ariadne von SCHIRACH, Berlin
„Raus aus der psychotischen Gesellschaft. Wie wir Gier, Angst und Ohnmacht überwinden“

10.30 Uhr
VORTRAG Mathias BINSWANGER, Olten (CH)
„Die Tretmühlen des Glücks - kann man ihnen entkommen?"

14 Uhr
Arbeitsgruppen, 4. Einheit (Ende ca. 16 Uhr)
zeitgleich Vertiefende Gesprächsrunde

16.30 Uhr
ABSCHLUSSVORTRAG Svenja FLASSPÖHLER, Berlin
„Das Mögliche im Wirklichen. Wer will ich sein?“

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EINFÜHRUNGSSEMINARE am Mittwoch, 19. Juni von 10 - 17 Uhr

ES 1: Energie - ein Schlüssel zu Lebens-Lust und An-Trieb" 
Seit 20 Jahren arbeitet Ulrike Güdel mit der PSEnergy- der Positiven Selbst-Entwicklung mit Energie. Alle Lebewesen benötigen Energie zum Wachsen und Entfalten. Unsere Lust am Leben, das Freudig-Miteinander-Sein, Antriebskraft und Lebensfreude, auch und gerade in der erotischen Begegnung, hängt wesentlich von Energie ab. Bei depressiven Verstimmungen ist Libido das erste, was verschwindet und das letzte, was wieder kommt… Energiemangel beeinflusst körperliche Funktionen, aber auch Befindlichkeit, Immunsystem, Denken und Handlungsfähigkeit.
Welche schädlichen äusseren und inneren „Energie-Räuber“ es gibt und was wir selbst tun, unterlassen oder bewegen können, um wieder zu Energie zu kommen, möchte Ulrike Güdel im Seminar vorstellen und mit den Teilnehmern praktisch üben. Dabei geht es neben Ernährung und Bewegung auch um Resilienz-Faktoren wie Schlaf, Atmung, Bilder, Farben und noch einiges mehr.
Leitung: Ulrike GÜDEL, Reigoldswil (CH)


ES 2: Natur des Begehrens versus Kultur der Gier" 
Begehren ist zutiefst menschlich und ein natürliches Phänomen – emotionaler Ausdruck unseres Überlebenstriebes.
Darüber hinaus gibt es noch eine besondere Form des Begehrens: das Sehnen, im Englischen „longing". Die Sehnsucht ist die Ur-Motivation für Kreativität und Wachstum.  Wir wollen hier eine besondere Form des Sehnens betrachten, die uns normalerweise wenig bewusst ist: die Sehnsucht nach Ganzheit, der tiefe Wunsch nach Zugehörigkeit, be-longing, danach, aktiver Teil des Ganzen zu sein, Mitschöpfer.
Die Gier ist eine pathologische Abtrennung von diesem Zustand und gleichzeitig die Kompensation dieser Abtrennung.
Wie kommt es dazu? Wann beginnt Gier? Woran merken wir die Anfänge? Welche Prozesse setzt sie in Gang?
Wie gingen die Kulturen mit der Gier-Falle um, und welche Rolle spielen unsere eigenen kulturellen Konditionierungen? Was können wir selbst tun, um wieder auf die richtige Bahn zu kommen?
Ein Erfahrungsworkshop mit vielen Übungen.
Leitung: Christina KESSLER, Berlin


ES 3„Das Leben schmeckt (nur) lebendig, wenn man sich an seine Grenzen heranwagt...
Nach der buddhistischen Lehre ist das Begehren die Ursache unseres Unglücks. Durch diese Sichtweise wird zumindest das Begehren zu Unrecht diskriminiert: in Liebesbeziehungen wünscht man sich, vom anderen begehrt zu werden. Begehren hat mit Leidenschaftlichkeit zu tun und ein leidenschaftliches Leben ist doch das, was wir alle wollen. Ein Leben schmeckt richtig lebendig, wenn es sich zumindest dann und wann an die existenzielle Grenze heranwagt, an der Freude und Glück, aber auch Leiden und Unglück unvermeidbar sind. Es ist vielmehr bei näherem Hinsehen so, dass Betroffene oft den Unterschied zwischen Glück und Unglück gar nicht wahrzunehmen imstande sind. Nur die unzweifelhafte Lebendigkeit, die durch Leidenschaftlichkeit des Lebensvollzugs entsteht, ist definierbar. 
Hermann Hesse hat ein wunderbares Gedicht dazu geschrieben, das „Nachts im April notiert“ heißt. Die letzte Strophe lautet: „Was du liebtest und erstrebtest/ Was du träumtest und erlebtest/ Ist dir noch gewiß/ Ob es Wonne oder Leid war?/ Gis und As, Es oder Dis –/ Sind dem Ohr sie unterscheidbar?"
Die Lebendigkeit selbst ermöglicht uns dann, auch die Verletzungen unseres Lebens zu Lebensweisheit zu transformieren. Am Horizont leuchtet das Glück entgegen…
Leitung: Michael LEHOFER, Graz


ES 4
„Dem Glück ein Stück entgegengehen
          Eine choreographierte Zeremonie zum Thema Begehren

„Den größten Reichtum hat, wer arm ist an Begierden“. Seneca
„Kreativität ist Intelligenz, die Spaß hat.“ Albert Einstein
Dort, wo wir wunschlos glücklich sind, entsteht Raum für Intuition und Innovation. Wir wollen viel. Wir machen viel. Und sind fallweise erschöpft und dennoch unbefriedigt.
Im Vordergrund dieses Intensivprozesses stehen die Erforschung der gewaltfreien Selbstbeziehung und die spielerische Potentialentwicklung der Teilnehmenden sowie mentale Stabilität, emotionales Gewahrsein und Körperglück durch wohltuende Resonanz in der geführten Gruppenarbeit.
In diesem Refill- und Release-Labor geht es um lustvolles, vielleicht Sinn-loses Tun und um die Möglichkeit, aus einer To-do-Liste eine To-be- und To-wish-Liste zu kreieren.
Wir arbeiten mit  Theater Games, einfacher, sensibilisierender Körperarbeit, kreativem Schreiben, Koordinationsaufgaben, natürlichem Spiel und mit Fallbeispielen aus Philosophie, Psychologie, Glücksforschung und Biologie. 
Leitung: Michaela OBERTSCHEIDER, Wien


ES 5
„Liebe und Beziehung. Selbstbegegnungen mit der Anliegenmethode
Am Anfang unserer Identitätsentwicklung begehren wir die Liebe unserer Mutter, ihre Nahrung und Körperwärme. Später kommt sexuelles Begehren hinzu.
Ist die eigene Mutter allerdings traumatisiert, kann sie das Liebes- und oft auch das Nahrungsbegehren ihres Kindes nicht stillen. Dieses Begehren läuft in ihrer Richtung ins Leere, kann aber vom Kind nicht gestoppt werden. Das Kind spaltet sich vielmehr vom eigenen Ich ab, um in irgendeiner Beziehung mit seiner Mutter bleiben zu können.
Menschen, die unter Muttermangel leiden, bleiben immer unbefriedigt. Sie werden leicht süchtig: nach Essen, nach Liebe, nach Sex. Sie werden auch leicht übergriffig anderen gegenüber und können deren Grenzen nicht achten. Daraus entstehen Liebesdramen, sexuelle Übergriffe und Traumatisierungen.
Durch die „Anliegenmethode" haben wir nun die Möglichkeit, unsere innere psychische Struktur und die Qualität unseres Begehrens und unserer Beziehung zu uns selbst und zu anderen sichtbar werden zu lassen. Was sind unsere gesunden Anteile? Wo halten wir an Überlebensstrategien fest? Wo sind unsere abgespaltenen Traumagefühle? Solche Selbstbegegnungen helfen uns, dass wir uns aus symbiotischen Verstrickungen lösen und abgespaltene eigene Anteile integrieren können. So werden wir immer mehr ganz Ich und auf eine gute Weise satt, befriedigt und beziehungsfähig in der Paarbeziehung, in der Familie und in der Gesellschaft.
Im Seminar wird das Grundkonzept der „Identitätsorientierten Psychotraumatheorie und -therapie“ (IoPT) anhand praktischer Fallarbeiten erläutert.
Leitung: Franz RUPPERT, München


ARBEITSGRUPPEN von Donnerstag bis Samstag (4 Einheiten à 2 Stunden)
Da alle Arbeitsgruppen zeitgleich stattfinden, können Sie sich nur zu einer Gruppe anmelden!!!


AG 1: 
Weibliches und männliches Begehren - ein Dialogversuch hin zu einer gemeinsamen Lustwelt
Jede Kultur hat ihre Vorstellungen von passendem Sexualverhalten. Während dem männlichen Begehren seit Jahrtausenden zugeschrieben wurde, von Hormonen gesteuert zu sein, wurde das weibliche Begehren verleugnet und/oder - wenn vorhanden - verteufelt. Das macht etwas mit uns in der Gegenwart. Dieser Unterschied spiegelt sich medial sehr gut wider. Männersex in Pornos – Frauensex in kitschigen Hollywoodfilmen. Hier triebgesteuert – dort herzgesteuert. Wie könnte eine gemeinsame „Lustwelt“ aussehen, in der beide Geschlechter sich befriedigt wiederfinden, abseits aller religiös-kulturellen Vorgaben? Ein spannender Dialogversuch beider Geschlechter.
Leitung: Elia BRAGAGNA, Wien


AG 2: 

Glück statt Gier: Eine Reise zu den immateriellen Quellen des Lebens
Mitmach-Werkstatt
Der moderne Mensch definiert sich primär über sein Haben in Form seines materiellen Wohlstands. Genau darin besteht das Problem, das heute weltweit in verschiedenen Ausformungen die Zukunft der Menschheit bedroht. Seltsamerweise ist es aber die immaterielle Seite des Daseins, die Menschen meinen, wenn sie über Momente des Glücklich-Seins sprechen.
Die Mitmach-Werkstatt greift diese Paradoxie auf und lädt ein zu einer Reise zu den unstofflichen Quellen des Daseins. Dabei öffnet sich ein Tor in eine Zukunft, die uns von den Übeln der Gegenwart befreit; ganz ohne Verlustgefühl.
„Mitmach-Werkstatt“ bedeutet Partizipation. Die TeilnehmerInnen stehen als forschende AkteurInnen im Mittelpunkt des Geschehens. Aufeinander abgestimmte Fragestellungen strukturieren den Prozess. Lösungen werden in Teams erarbeitet, wobei auch die schöpferische Intelligenz der Hände als Werkzeug genutzt wird. Dafür benötigte Materialien werden zur Verfügung gestellt. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Leitung: Gerhard FRANK, Wien


AG 3:
Die Sternenfrau: Vom Wert der Liebe im Kontext von Begehren, Gier und Glück
Märchen und Mythen aus der eigenen und anderen Kulturen transportieren Wissen, oft auch in Symbolsprache, das mittels spielerischer Verkörperung erfahrbar werden kann.
Das südafrikanische Märchen der Sternenfrau nimmt uns mit auf die Reise einer Liebe von ihrem Anfang bis zu ihrem – überraschendem – Ende und zu Fragen, die uns alle angehen, als Echo:
Was trennt uns, was verbindet uns? Wie kann heil werden, was zerbrach?
Durch die spielerische Exploration dieser alten Geschichte entdecken wir, was hinter den Worten steckt, erleben die Bedeutung ihres Inhalts für uns und teilen sie wieder mit der Gemeinschaft, aus der die Fragestellung ursprünglich entstammt.
Eine humorvolle, spielerische Reise mittels Theater-Improvisation, Bewegung, Stimme und szenischer Darstellung, die uns auf ihren Stationen – hoffentlich – einiges an Überraschungen zu bieten hat.
Bitte mitbringen: bewegungsfreundliche Garderobe
Leitung: Birgit FRITZ, Kritzendorf


AG 4: 

Vom Lieben und sich Lieben lassen
Beides kann herrlich sein – oder beschwerlich. Gerade im Kontext uns naher Beziehungen fühlen wir am intensivsten, ob unser Leben gerade glückt oder „unglückt". Viele wünschen sich Liebe und wissen gar nicht, wie sie ihre Wünsche und Sehnsüchte spüren und ausdrücken können. Oder sie erkennen die guten Absichten hinter den Worten und Gesten ihrer Partner nicht mehr. So entstehen Konflikte, die eher vernebeln als klären helfen. Wer begreift, was ihr / ihm gerade essenziell wichtig ist, betritt einen neuen Raum der Achtsamkeit.
Wir werden einige Basics empathischer Kommunikation gemeinsam erfahren und voneinander lernen.
Methoden: Elemente aus den „Vier Schritten“ der Gewaltfreien Kommunikation (GfK) nach Marshall B. Rosenberg, Achtsamkeitsübungen, Bewegung und kreativer Ausdruck - in Dyaden und Gruppe.
Leitung: Sylvia HÄUSLER, Wien


AG 5:

Love Rules
Seit mehr als 5000 Jahren lebt die Menschheit in künstlichen Machtsystemen, in denen es um Hierarchien und um die egoistische Verfügung über Wissen und menschliche Ressourcen geht.
Gier ist der Zündstoff dieser Systeme. Und ob wir es wahrhaben wollen oder nicht: Macht-Ohnmacht-Strukturen beherrschen uns alle, denn WIR sind das System.
Die Love Rules sind 10 Regeln für zwischenmenschliche Beziehungen, durch die wir unsere kulturellen Konditionierungen umkehren und in den natürlichen Zustand der Ko-Kreativität zurückfinden können. Dabei erleben wir die Transformation der Gier in das gesunde Sehnen nach Entfaltung und Zugehörigkeit. Wir erfahren, wie es ist, wenn die Liebe regiert.
In diesem Workshop lernen Sie Ansatz und Methode von Christina Kessler kennen: den Universellen Prozess.
Leitung: Christina KESSLER, Berlin


AG 6:
Du sollst (nicht) begehren... Un-mögliches Lieben zwischen Lust und Leid
Wir sind begehrende Wesen – vom ersten bis zum letzten Tag unseres Lebens. Dabei stehen Wünsche, Hoffnungen und Sehnsüchte im Widerspruch zur Realität, den Ent-Täuschungen und Kränkungen, aber auch im Konflikt mit den Erwartungen, Ansprüchen und dem Zwang zur Optimierung des eigenen Körpers, der Biografie, des „sexuellen Kapitals"…  Wir sollen einerseits nicht begehren, andererseits selbst liebend, lustvoll und begehrenswert sein. Und wir sollen die Angebote der Konsumindustrie begehren – mit allen darin enthaltenen Versprechungen der Optimierung und der Erlösung aus dem Mangel, dem Leid, der Unvollkommenheit. Unser privates Begehren verführt uns zu politischen Handlungen: Geiz ist geil, Selbstsucht macht sexy, die Gier zur Grundlage unseres Glücks? Versuchen wir, diese Widersprüche zu verstehen, unzeitgemäße Gedanken zu wagen und im Dialog unser Begehren zu bedenken.
In diesem Seminar wird mit Hilfe von Selbstreflexion, Kleingruppenarbeit und Großgruppendiskussion das Thema „Liebe" tiefenpsychologisch erarbeitet.
Leitung: Bodo KIRCHNER, Salzburg


AG 7:
Tanz und Kontaktimprovisation als kreativer und therapeutischer Prozess
In unserem Begehren steckt eine Kraft, eine Sehnsucht, die auf neue Erfahrungen und Weiterentwicklung ausgerichtet ist. Körper, Seele und Geist begehren zu wachsen – und dies gelingt besonders gut in der offenen und gleichberechtigten Begegnung mit anderen.
Die zeitgenössische Tanzform Kontaktimprovisation löst die festgelegten Rollen von Führen und Folgen vollständig auf. Was entsteht, ist eine lebendige Begegnung auf der Basis des Hineinlauschens in den Augenblick und dem Vertrauen in den Fluss der Bewegung.
In diesem kreativen Experimentier- und Entwicklungsfeld können wir uns darin üben, Kontakt und Intimität, aber auch gesunde Distanz und angemessenen Rückzug aktiv zu gestalten – und zu genießen.
So sind authentische Begegnungen und nährende Erfahrungen möglich, die die Spielfreude, Ausdrucksfähigkeit und Gestaltungskreativität anregen.
Mit achtsamkeitsfördernder Körperarbeit und Entspannungsübungen, Methoden aus Tanz- und Theatertherapie sowie aus dem zeitgenössischen Tanz wird in diesem Workshop ein kreativer, spielerischer, sicherer Erfahrungsraum geschaffen, der Stimme des eigenen Begehrens zu lauschen.
Keine Vorerfahrung in Tanz notwendig! Besonders auch Männer sind herzlich willkommen!
Bitte bewegungsfreundliche Kleidung mitbringen!
Leitung: Ruth KNAUP, Potsdam


AG 8:

Vom BegEHREN und dem (möglichen) Glück in Roma-Tänzen
Frauen, verführerisch tanzend auf einem Fest, mit farbenfrohen weiten Röcken, drücken ihre Leidenschaft mit großzügig sinnlichen Bewegungen aus. Romafrauen.
Das Seminar ist eine Einladung, Romatänze aus Südosteuropa zu erleben. „Gier" nach Lebensfreude als Ausdruck von Vitalität, die bestärkende Kraft der Gemeinschaft und das Ehren der/des Einzelnen sind zentrale Aspekte in den Romatänzen. In ihnen liegt Würde, Kraft und Anmut.
Aus Tänzen mit ihren sich wiederholenden, einfachen Schrittfolgen – gefasst in der Reihe – erwächst individuelle Lebendigkeit, gleichzeitig das Bedürfnis nach Eingebunden-Sein in die Gemeinschaft. Abwechselnd führen einzelne Familienmitglieder eine Reihe an, die Gemeinschaft ehrt sie mit Aufmerksamkeit und Achtung. Diese verbindende Kraft bietet Schutz für die individuelle Identität und für die Gruppe in einer oft abweisenden Umgebung. Die Musik mit ihrer vielschichtigen Emotionalität ist Mittlerin: lauschen mit den Ohren und dem Herzen, um in Verbindung mit der daraus entstehenden Energie zu treten. Lasst uns gemeinsam das Glück tanzend entdecken!
Leitung: Piry KRAKOW, Wittmar


AG 9:
Stress - Erkennen, verstehen und bewältigen!
Was ist Stress überhaupt? Wodurch wird er ausgelöst und wie macht er sich bemerkbar? Dieser Workshop hilft Menschen, den täglichen Herausforderungen aktiv zu begegnen und Wege der Entspannung zu finden. Basierend auf dem Gesundheitsvorsorgeprogramm „Sicher und gelassen im Stress“ von Prof. Dr. Gert Kaluza erfahren Sie, wie Körper und Geist auf Stress reagieren und ab wann Stress eine Gefahr für die Gesundheit darstellt. Dies ist Grundlage, um die eigene Stresskompetenz zu verbessern. Sie lernen eigene Einstellungen, Bewertungen und gedankliche Muster kritisch zu hinterfragen und konkrete Übungen des regenerativen Stressmanagements mit dem Ziel, körperliche Anspannungen zu lösen. Die eigenen Ressourcen und Problemlöse-Kompetenzen für einen konstruktiven und gesundheitsförderlichen Umgang mit den Herausforderungen des Alltags werden dabei gestärkt. Geeignet für alle, die das Gefühl der Überforderung gut kennen und Probleme haben, sich richtig zu entspannen, auch für Interessierte, die sich mit ihrem eigenen Stress gerne näher auseinandersetzen möchten.
Leitung: Emanuel MAXL, Salzburg


AG 10:
Begehren, Gier und Glück in der buddhistischen Praxis
Buddhas Weg ins Glück ist paradox. Als Glück gilt nicht, das zu bekommen, was man haben möchte, sondern nichts zu brauchen. Das bedeutet nicht, dass man nichts besitzen darf. Es kann arme Menschen geben, die viel begehren und Reiche, die das nicht tun. Die Ursache, die Zufriedenheit verhindert, ist also nicht, ob wir etwas haben oder nicht haben, sondern unser Begehren.
Wie es dazu kommt, wie man das erkennen und überwinden kann, dafür wendet man die Methoden des buddhistischen Geistestrainings an. Sie bestehen in der Übung der Achtsamkeit, der Meditation, in Untersuchung und Anstrengung.
Verzückung ist die Eintrittspforte in die tieferen Stadien der Meditation.
Durch die Anwendung der Methoden lassen sich immer wiederkehrende, gleiche Ansichten und Verhaltensmuster ändern. Sie äußern sich in den sogenannten fünf Hindernissen, die ein glückliches Leben in geistiger Freiheit verhindern. Diese fünf - Süchtiges Verhalten, Ärger, skeptischer Zweifel, Energielosigkeit und Angst - kann man durch Übung überwinden.
Leitung: Peter RIEDL, Wien


AG 11:
Endlich ankommen: Sehnsucht zeigt uns den Weg vom Begehren zum Glück
Sehnsucht wird als die Kraft erkannt, die fähig ist, unsere Bedingtheiten zu sprengen. Sie hilft uns, unser Potenzial zu entfalten. So gelingt es, zu unserer Stärke vorzudringen und zu dem Menschen zu werden, der wir wirklich sind. Sehnsucht führt und leitet uns, unserem authentischen Ich zu begegnen und endlich bei uns selbst anzukommen. Durch sie können wir Gier überwinden und Sinn entdecken.
In kurzen Impulsvorträgen, im Austausch, mit inneren Bildern und weiteren kleinen Übungen nähert man sich der Sehnsucht, die in uns auf Entfaltung wartet. Meine persönliche Erfahrung der Sehn-Suche und der Sinn-Findung wird uns dabei begleiten.

Die Themen:
• Sehnsucht: Was ist das?
• Sehnsucht meines ICHs nach Sinn
• Was blockiert meine Sehnsucht?
• Die Sehnsucht des Lebens nach mir
• Sehnsucht leben und dadurch „ganz werden"
Leitung: Christoph SCHLICK, Salzburg


AG 12: 
Kraft und Glück des Begehrens - Kaula Yoga und Biodanza
Schon Epikur unterschied zwei Arten des Begehrens: Einerseits ein natürliches, notwendiges Begehren, das aus uns selbst heraus entspringt und dessen Erfüllung uns Ruhe, Glück und Lebenskraft schenkt. Andererseits ein von außen künstlich erzeugtes Begehren, das sich in Gier wandeln kann und uns rastlos werden lässt. Aber wie lernen wir zu unterscheiden? Wie finden wir Zugang zu jenem positiven Begehren, das uns nährt und wie drücken wir es in der Welt im Außen aus? 
Mit Kaula Yoga, einer sehr meditativen, entschleunigenden Praxis, lenken wir unsere Wahrnehmung nach Innen und werden still, um zu lauschen.
Mit Biodanza erfahren wir uns selbst auf spielerisch-bewegte Art und üben uns im tänzerischen Dialog des Begehrens in Partner- und Gruppenübungen.
Keine Yoga- / Tanzkenntnisse notwendig.
Bitte bequeme Kleidung, Yogamatte und längeres Tuch / Schal mitbringen
Leitung: Maria SCHWAIGHOFER, Salzburg

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*) Die Veranstaltung "Goldegger Dialoge: Begehren, Gier und Glück" wird laut Begutachtung durch den Berufsverband Österreichischer PsychologInnen I BÖP als Fort- und Weiterbildungsveranstaltung gemäß § 33 Psychologengesetz 2013 mit 24 Fortbildungseinheiten anerkannt.