NEUE VOLXMUSIK

Knoedel Comeback
„Still – Tour 2019“

Beginn:

Donnerstag, 26.09.2019 | 20:00

NEUE VOLXMUSIK

© Ines Kapferer

Cathi Aglibut Violine
Margret Köll Tripelharfe
Alexandra Dienz Bass
Walter Seebacher Klarinette
Andreas Lackner Trompete
Michael Öttl Gitarre
Charlie Fischer Schlagwerk
Christof Dienz Komposition, Fagott, Zither 

Von 1992 bis 2000 existierte das „Tiroler Neo-Volksmusik-Jazz-Oktett“ (Wikipedia) Die Knödel. Mit traditionellem Instru­men­tarium machten sie, die mit der altbewährten Volksliedform aufgewachsen waren, Musik, die man als neue Volxmusik wie als Weltmusik etikettieren konnte. Und letztes Jahr, nach 17 Jahren Pause, meldeten sich die Pioniere der Neuen Volksmusik zurück, unter anderem im Juli 2018 in Krems beim Festival Glatt & Verkehrt. Kaum zu glauben, aber im Oktett, das sich nun Knoedel nennt, sind sieben der acht MusikerInnen aus der originalen 90er-Jahr-Besetzung! 

Ob Knoedel nun nach Bauer-Jazz im Rokokosaal oder nach Stravinsky im Wiener Kaffeehaus klingen, eines ist gewiss: Nicht radikal, doch deutlich, manchmal bodenständig, manchmal utopistisch, aber immer voller Spielfreude zersetzen sie die Tiroler Volksmusik mit lieblichen und avantgardistischen Einfällen und einem professionellen Gespür für den Erfolg zu einer Hommage an den pfiffigen Humor des Bauern in der Großstadt.

Im Mai 2019 erschien ihre neue CD „Still“, die Felix Mitterer so kommentierte: „Diese Musik ist wie ein Traum, den ich einmal in Irland hatte. (Der Morgen dämmerte schon, die Fensterbalken waren geschlossen.) Eine Welle durchflutete langsam pulsierend meinen Körper, sanft und kühl, wohltuend wie nie etwas zuvor, irgendwie blau, phosphoreszierend – und ich hob ab, in die Unendlichkeit.“


Ljubiša Tošic berichtete im Standard (15./16. Juni 2019) über die neue CD „Still“ ausführlich und angetan: 

Die Knoedel künden von der Heiterkeit der Melancholie – Nach 17 Jahren Pause meldet sich die Gruppe mit delikatem Album zurück

Es ist eine sanfte Rückkehr – ohne Jauchzen und schenkelklopfendem Auftrumpfen. Die Knoedel liefern auf Still Kammermusik, deren Balladen mitunter an den alten Meister der Melancholie, John Dowland, erinnern. Das Oktett, einst ein europaweiter Renner zwischen gehobener Folklore und erdiger Klassik, setzt auf den Charme der Zimmerlautstärke. Wobei: Komponist, Zither­spieler und Fagottist Christoph Dienz mixt in die Idyllen reizvolle Irritationen ein. Spieldosenflair trifft dann auf widerborstige Sounds; vertrackte Rhythmen auf Witz (Veitstanz).

Die Bandfreunde sind natürlich älter geworden, und 17 Jahre bescheren Erfahrungen aller Art. Die Stücke kreisen denn auch nicht nur um Liebe. Es geht auch um Tod und Politik.

(...)

Insofern, meint Dienz, hat sich die Pause ausgezahlt, das alte Gefühl war wieder da. (…) Natürliche Zusatzfolge: Die Bandmit­glieder sind mittlerweile alle um die 50. Das mag sie nicht „gerade super hip machen. Dafür spüre ich beim Publikum eine gewisse Erleichterung oder gar Glückseligkeit.“ Warum? „Weil sie an uns sehen, dass die Zeit nicht stehen bleibt und das dies in Ordnung geht.“ 

Die Knoedel Still – TOUR 2019 begann im Mai im Freuden­haus in Lustenau, ging über Musik im Riesen in Wattens, im Juni gastierte man im Konzerthaus Wien mit Carlos Mena und beim Donauinselfest Wien

Vor dem Auftritt in Goldegg sind die Knoedel u.a. beim Forum Alpach zu erleben und im Dezember endet die Tour im Porgy&Bess in Wien und im Innsbrucker Treibhaus.

Genre:

Kultur

Eintritt:

20
17 (Mitglieder, Ö1)
10 (Jugend unter 18)