KONZERT + Moderation

trio verve
„Ludwig van Beethoven“

Beginn:

Donnerstag, 17.06.2021 | 20:00

KONZERT + Moderation

© Andreas Röbl

Bernhard Metz Violine    
Manuel von der Nahmer Cello
Suyang Kim Klavier         
Gast: Beate Springorum Viola

Ludwig van Beethoven, wahrscheinlich am 16. Dezember 1770 geboren, sicher am 17. Dezember getauft – sein 250. Tauftag wäre auch in Goldegg gebührend gefeiert worden, corona-bedingt musste dies um ein halbes Jahr verschoben werden … 

Unter dem Schillerschen Motto „das Blut in frischere Wallungen bringen“ ist das selten gespielte Klavier­­quartett No. 3 des 16-Jährigen der programmatische Ausgangspunkt.

Ludwig van Beethoven Klavierquartett WoO 36 No. 3

Gustav Mahler Klavierquartett 

Alfred Schnittke Klavierquartett

Johannes Brahms Klavierquartett op. 25

Zum Programm:  Beethovens großes Vorbild Mozart ist vor allem im Adagio dieses Klavierquartetts deutlich zu hören: „Die seelischen Erregungen werden durch Mozart in knappster, konzentrierter Form künstlerisch gestaltet. Beim jungen Beet­hoven dagegen droht der wilde Strom alle Schranken niederzureißen“, meinte der deutsche Musik­wissenschaftler Ludwig Schiedermair.

Auch Gustav Mahler (1860-1911) schrieb 16-jährig ein Klavier­­quartett, von dem, neben Skizzen zu einem Scherzo, lediglich der 1. Satz überliefert ist. Die thematische Erfindung weist bereits eigenständiges Profil auf, Einflüsse sind aber augen­scheinlich. Dennoch gewährt dieses Quartett-Frag­ment einen faszinierenden und bewegenden Blick auf die Anfänge des genialen Symphonikers. 

Dieser Satz klingt nicht nach „Mahler“, aber nach dem höchst talentierten Werk eines Komponisten mit großer Zukunft. Mahlers Götter hießen unüberhörbar Schumann und Brahms. Ein großartiges Fundstück der Kammermusikliteratur.

Alfred Schnittke (1934-1998), russisch-deutscher Komponist und Pianist, zitiert in seinem kurzen Klavierquartett von 1988 im zweiten Satz dieses Klavierquartett von Gustav Mahler!

Johannes Brahms (1833-1897) schrieb 28-jährig sein erstes Klavier­quartett. Es ist sein populärstes und am häufigsten aufgeführte Klavierquartett, nicht zuletzt wegen des zündenden 4. Satzes „Rondo alla zingarese. Presto“, das mit seinem zigeuner­haften Einschlag nie seine Wirkung verfehlt. Uraufgeführt wurde es übrigens 1861 in Hamburg mit Clara Schumann am Klavier!

Moderation dieses exquisiten Abends: Hannes Eichmann (2009 bis 2015 Leiter der Ö1 Musikredaktion Salzburg)

trio verve:

Bernhard Metz (*1973) befasste sich verstärkt mit der Musik des 20. Jahrhunderts. Mit dem Armando-Quartett sammelte er Konzerterfahrungen im In- und Ausland. Seit 1999 ist er Münchner Philharmoniker, seit 2008 spielt er im Orchester der Bayreuther Festspiele.

Manuel von der Nahmer: 1990-1998 Studium bei Wolfgang Boettcher in Berlin. Stipendien der Jürgen-Ponto-Stiftung, der Studien­stiftung des deutschen Volkes sowie des Deutschen Akademischen Aus­tausch­dienstes führten ihn 1994/95 an die Yale School of Music, USA. Seit 1997 ist er Mitglied der Münchner Philharmoniker.

Suyang Kim, geboren in Südkorea, studierte Konzert­fach Klavier in Seoul, anschließend an der Anton Bruckner Privat­universität Linz, danach Klavier-Kammermusik bei Till Alexander Körber (Abschluss mit Auszeichung).

Sie erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen (u.a. Spezial­preis des Bösendorfer Stipendiums, Preise beim Wett­bewerb „Das Podium“ in Linz und Pasticcio-Preis von Ö1 für die „Kubiniana“-Einspielung) und spielt als Solistin und Kammer­musikerin. 

Gast: die Bratschistin Beate Springorum (Studium in Rom und Florenz) ist seit 2003 bei den Münchner Philharmonikern, spielt mit dem Kormos Quartett, dem Jazz-Trompeter Matthias Schriefl und ist an Cross Over-Projekten jeder Art interessiert. „Musik ist wundervoll in all ihren Facetten. Für mich ist es beglückend und bereichernd, so viele unterschiedliche Wege wie möglich beschreiten zu können.“ 

Genre:

Kultur

Eintritt:

20
17 (Mitglieder, Ö1)
10 (Jugend unter 18)