WORKSHOPS

WS 1: Natur und Körper als Ressource für Zuversicht

Leitung: Claudia BERGER-SCHACHINGER

Negativ-Nachrichten befeuern unser alltägliches Stress-Niveau und unsere Machtlosigkeit. Gesellschaftliche Entsolidarisierung nährt sich aus Angst und Mangeldenken. Die Katastrophen unserer Zeit wecken Gefühle in jedem von uns. Wie können wir aus dieser Spirale aussteigen?

Der Workshop lädt ein, den eigenen Körper und den Dialog mit der Natur als Ressourcen und Resonanzräume für ein Leben in Zuversicht zu nutzen. Wo spüren wir in uns Defizite, die uns hindern, zuversichtlich zu sein? Was dürfen wir noch loslassen, um unsere Möglichkeiten voll auszuschöpfen? Mit welchen Potentialen in uns können wir uns rückverbinden? Was braucht es, aus der Opferrolle auszusteigen und Schöpferinnen eines guten Lebens zu werden?

Bewusste Präsenz im eigenen Körper und das Vertrauen in die Schöpfungskraft der Natur unterstützen uns. Wir nutzen Körperwahrnehmungsübungen, Schwellengänge der initiatischen Naturarbeit, Rituale und den Austausch im Kreis von Herz zu Herz. Ein Teil des Workshops findet im Freien statt, bitte passende Kleidung/Schuhwerk und Sitzunterlage mitnehmen.

 

 

WS 2: Das Gute liegt so nah... Pflanzliche Arzneimittel selber machen

Leitung: Karin BUCHART

Nutrazeutika, so werden jene pflanzlichen Hausmittel genannt, die wir selbst in unserer Küche aus Lebensmitteln herstellen können und die tatsächlich eine nachgewiesene Wirkung haben. In den vier Einheiten tauchen wir in die Welt der Pflanzenwirkstoffe ein. Wir betrachten Harze, Bitter- und Gerbstoffe, organische Säuren, Scharf- und Farbstoffe und natürliche Salze.

Selber etwas tun zu können, schenkt uns ein angenehmes Gefühl. Wir stellen pflanzliche Nutrazeutika mit Essig, Sole und Wein her, verarbeiten das Baumharz zu einer Wundheilsalbe, spielen mit probiotischen Bakterien, destillieren ein Pflanzenwasser und diskutieren diese alltagstauglichen Anwendungen:

Alkohol und Essig: Wurzelwein, Sauerhonig, Shrub / Salz und Sole: Soleauszüge / Baumharz: Wundheilsalbe / Pflanzenwässer: Hydrolat

 

 

WS 3: Jodlerei – Freiraus!

Leitung: Heidi CLEMENTI

Ich weiß nicht, ob Jodeln generell die Zuversicht in ängstlichen Seelen stärkt. Mich persönlich hat es in dieser auferlegten Zeit der Isolation, neben dem Singen, sehr oft belebt, hat mich meiner Lebenskraft und –freude wieder näher gebracht. Jodeln ist ein wunderbares Vehikel Stimmkraft zu entfalten. Denn Jodeln ist Ausdruck purer Lebensfreude, mal laut und frei raus – mal ein bisschen „stad“ und inniger, immer kraftvoll und direkt. Ähnlich wie beim Singen, oder vielmehr noch als beim Singen, kann man nicht Jodeln und gleichzeitig Angst verspüren. Diese Erfahrung teile ich mit vielen Menschen.

Gemeinsam begeben wir uns auf diese jodelnde Reise. Mal „mitanond“ mal „hintaranond“, mal „verkehrt oder verdraht“ tauchen wir in diese faszinierende Welt der Jodler ein, immer achtsam aufeinander horchend und lauschend, denn erst im feinen „Zubisingen“ entfaltet der Jodler seine wahre Strahlkraft.

Wir lernen den typischen Jodlerklang (Stimm- und Körperübungen helfen uns dabei) erarbeiten uns ein buntes Repertoire verschiedener  traditioneller und auch moderner Jodler und Jodlerweisen.
Wir üben auch in Kleingruppen, denn erst dann wird Jodeln zum wahren Abenteuer.
Ja und wenn`s das Wetter zulässt, dann jodeln wir auch im Frei´n , denn dort fühlen sich die Jodler besonders wohl.

Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich, sie sind auch nicht hinderlich.

WS 4: Zuversicht als tragende Säule im Hatha-Yoga

Leitung: Hedi BAUER (Shanti DEVI)

Zuversicht setzt einer Welt, die uns Angst macht, etwas entgegen: Vertrauen zu uns selbst, zu unseren Mitmenschen und darauf, dass es etwas gibt, was größer ist als wir selbst. Vieles macht uns Sorgen: Die Zerstörung der Natur, der Klimawandel, der um sich greifende Hass und - dadurch begünstigt - seelische und körperliche Erkrankungen. Zuversicht heißt nicht zu beschönigen, sondern zu sehen was ist. Zuversicht erkennt die Möglichkeiten und die Notwendigkeit zu handeln.

Die Yoga-Praxis weist den Weg aus Angst und Ohnmacht. Sie hilft, uns selbst anzunehmen und zu unserer Kraft zu finden. Die fünf Säulen des Hatha-Yoga sind Körperübungen (Asanas); Atemübungen (Pranayama); Gesunde Ernährung; zuversichtliches Denken & Meditation und Entspannung (Savasana). Der Workshop wird die TeilnehmerInnen in yogisches Denken und in die Praxis des Yoga einführen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Bitte bequeme Kleidung und - falls vorhanden - Matte und Kissen mitbringen.

 

 

WS 5: Urvertrauen und Schicksalsfaden

Leitung: Birgit FRITZ

Märchen und Mythen aus der eigenen und anderen Kulturen transportieren Wissen, oft auch in Symbolsprache, das mittels spielerischer Verkörperung erfahrbar werden kann. Im Unterbewusstsein, das hier angesprochen wird, begegnen wir unserer ‚Allverbundenheit’, aber auch unseren Ängsten, die auf heldInnenhafte Weise und mit Zuversicht bewältigt werden müssen. Doch wo finden wir die Kraft?

Das mediterrane Zaubermärchen von der unglücklichen Prinzessin bietet den Rahmen für eine szenische Erforschung zu dem, was uns verbindet und dem, was uns trennt. Beide Positionen haben ihre Berechtigung und ihre „Not-wendig-keit“, besitzen also die Fähigkeit, die Not zu wenden.

Mit Methoden aus dem transformativen Theater, der Improvisation und der autopoietischen Aufstellungsarbeit erforschen wir das, was uns begegnet, die Lust am Trennenden und den Segen des Verbindenden. Bitte mitbringen: bewegungsfreundliche Garderobe.

 

 

WS 6: Keine Macht der Angst - neuer Raum für Zuversicht in Beziehungen

Leitung: Linda JAROSCH

Am Anfang einer Beziehung sind wir voller Zuversicht. Wir trauen uns zu, die Höhen und Tiefen gemeinsam zu meistern. Ohne Zuversicht könnten wir den Schritt in die Beziehung nicht wagen. Aber der Wagemut geht uns dann doch oft verloren. Sobald der andere unsere wunden Punkte berührt, begegnen wir der Angst, vielleicht doch nicht genug geliebt zu sein. Oder wir ziehen uns zurück und reagieren mit Ohnmacht. Von der früheren Zuversicht, damit mutig umzugehen, ist dann nicht mehr viel übrig. Wir haben die anfängliche Zuversicht auch bei der Geburt unserer Kinder. Doch im Laufe ihrer Entwicklung tauchen immer wieder Angst und Ohnmacht auf, wenn sie sich in unverständlicher Weise verhalten. Wir verlieren schnell die Zuversicht, dass sie ihren zukünftigen Weg gut bewältigen werden.

Wann tauchen unsere Ängste und unsere Ohnmachtsgefühle auf und wie finden wir zurück zu unserer anfänglichen Zuversicht, die uns getragen hat? Wie bleiben wir in schwierigen Beziehungssituationen ein zuversichtlicher Mensch? Zu diesen Fragen und Antworten wird es kurze inhaltliche Impulse geben, Gruppenarbeit, Austausch und Heiterkeit.

 

 

WS 7: "Erinnern und/oder Erfinden: Das Leben schreibt die besten Geschichten. Aber wie wird Literatur daraus?"

Leitung: Birgit BIRNBACHER

Sie wollten immer schon schreiben, sind aber nie über die Anfänge gekommen? Sie schreiben schon lange und verwerfen immer wieder alles? Es gibt da diese eine bestimmte Sache, die Sie gern literarisch bearbeiten würden, Sie wissen aber nicht, wie?
In diesem Workshop für Anfänger*innen und Fortgeschrittene beschäftigen wir uns interaktiv mit den Themen:

  • Ihr eigenes literarisches Vorhaben: Vorstellung, Besprechung und Planung weiterer Schritte
  • Was ist autofiktionales Schreiben (Erinnern und Erfinden)?
  • Wie machen es andere? Heranführung an spannende Autor*innen: Wir schauen uns Texte an, die es vormachen, und besprechen konkrete Beispiele, wie aus Erlebtem Literatur wird.
  • Schreiben und (Vor-)lesen

Während des Workshops bearbeiten Sie Ihren bereits vorhandenen Text oder Sie beginnen Ihr Vorhaben. Am Schluss gibt es die Möglichkeit, den bearbeiteten Text der Gruppe im geschützten Rahmen zu präsentieren. Am Ende des Workshops wissen Sie, was autofiktionales Schreiben ist, kennen einige wichtige Vertreter*innen der Gegenwartsliteratur und haben begonnen, das erworbene „Handwerkszeug“ in den eigenen Text einzuarbeiten.

 

 

WS 8: Compass on! Der Atem als Anker in stürmischen Zeiten

Leitung: Miriam KRIESCHE & Lisa LINS

Der Atem- dein Anker in stürmischen Zeiten

Wohl das erste Mal in unserem Leben stehen wir vor einer globalen Herausforderung, die an niemandem von uns spurlos vorbeizugehen scheint.
Es ist eine Zeit in der wir mit verschiedenen Facetten der Angst konfrontiert werden. Sei es die Angst vor Krankheit, geschichtlichen Wiederholungen oder ein Bangen um die eigene Existenz, das uns schier die Luft zum Atmen raubt.

Der stabile Boden auf dem wir sicheren Schrittes zu gehen schienen, wandelte sich durch die neuen Umstände zu einem unsicheren Balanceakt. Wie können wir trotz dieser Situation vertrauensvoll der Ungewissheit ins Auge blicken? Der Schlüssel um diesen Seiltanz zuversichtlich meistern zu können, liegt in der Verbindung mit dem Atem – dein Anker in stürmischen Zeiten.

In diesem Workshop entdecken und vertiefen wir mithilfe bewährter Techniken, die eigene Beziehung zur universellen Kraft des Atems. Diese Anbindung lässt uns mutig und hoffnungsvoll in eine ungewisse Zukunft schreiten.

Bitte mitbringen: bequeme Kleidung, Matte, Sitzkissen und Decke.

 

 

WS 9: Trotzdem JA: Mein Ur-Vertrauen als Kraft gegen meine Ängste

Leitung: Christoph SCHLICK

Vertrauen kann verletzt werden und sogar verloren gehen. Doch in jedem von uns gibt es ein nie erlöschendes Licht des Ur-Vertrauens. Das ist die Kraft, die uns immer wieder Ja sagen lässt: Trotz aller Ängste und Zweifel und trotz aller verständlicher Ohnmacht zahlt es sich aus, immer wieder für das Leben, für die Freude, für gelingende Beziehungen, für das Erleben von Sinn auf- und einzustehen.

In kurzen Impulsvorträgen, im Austausch, mit  inneren Bildern und weiteren kleinen Übungen werde ich mich mit Ihnen aufmachen, die Angst loszulassen und die Kraft des Urvertrauens und der Zuversicht zu entdecken. Meine persönliche Erfahrung der Angst-Lösung und der Sinn-Findung wird uns dabei begleiten.

Themen:
Angst: Was ist das? / Die Trotzmacht meines immer gesunden Kerns / Das Licht des Ur-Vertrauens in mir erkennen / Zuversicht: Das Leben neu sehen / Wofür will ich leben.

 

 

WS 10: Entscheide dich und lebe! Die Kunst, eine kluge Wahl zu treffen.

Leitung: Melanie WOLFERS

Immer wieder können und müssen wir wählen, im Kleinen wie im Großen. Das bedeutet Lust und Last zugleich. Wer den Prozess des Entscheidens klug und umsichtig gestaltet, wird beherzt(er) entscheiden können.
Das Seminar gibt einen Überblick, was es braucht, um zu guten Entscheidungen zu gelangen. Es benennt Sackgassen und zeigt konkrete Schritte auf hin zu einer klugen Wahl. Folgende Themen werden in Blick genommen:

  • Klassische Entscheidungs-Ängste
  • Die wesentlichen Bausteine einer tragfähigen Wahl
  • Die Phasen eines Entscheidungsprozesses

Mithilfe von Impulsreferaten, Gesprächen, persönlicher Reflexion und praktischen Übungen ermöglicht das Seminar einen kreativen Blick auf den bisherigen und zukünftigen Lebensweg.
Buch zur Veranstaltung: Melanie Wolfers: "Entscheide dich und lebe. Die Kunst, eine kluge Wahl zu treffen" bene! Verlag 2020