DIALOGE 2021 ONLINE

Zum ersten Mal bieten wir Ihnen die Vorträge der Goldegger Dialoge auch als Live-Stream über unsere Website an.

Für € 50,- können Sie eine Online-Pauschalkarte für ALLE Vorträge erwerben.Die Vorträge werden jeweils LIVE (siehe Programmablauf) gestreamt und bleiben mit Ihrem Code bis Ende Juni abrufbar.
Den Zugangscode erhalten Sie nach Einzahlung der Gebühr wenige Tage vor Veranstaltungsbeginn.

Timetable & Vorträge DIALOGE ONLINE

Mittwoch, 2. Juni 2021

20.30 Uhr
"Vom Zutrauen zur Zuversicht. Kreative Wege zur Selbstwirksamkeit"
Anna HERINGER, Laufen

Für Anna Heringer ist Architektur ein Werkzeug, um Lebensbedingungen zu verbessern. In ihrem Vortrag geht es um das Potenzial jedes Bauprozesses, neben einem Gebäude auch an einem gemeinschaftlichen Zusammenhalt zu bauen und warum für sie Schönheit ein Synonym für Nachhaltigkeit ist.

Donnerstag, 3. Juni 2021

12 Uhr, ERÖFFNUNGSVORTRAG:
„Ein Treibstoff namens Zuversicht. Von der wichtigsten Energie in Krisenzeiten“
Ulrich SCHNABEL, Hamburg

Wir leben in herausfordernden Zeiten, neue Denk- und Verhaltensmuster sind gefragt. Das erfordert Energie – nicht nur praktische, ökonomische oder politische, sondern auch seelische Energie.
Wir benötigen innere Widerstandskraft, um Schwierigkeiten zu trotzen, und kreative Imagination, um neue Ideen zu entwickeln. Was zeichnet eine solch zuversichtlich-widerständige Haltung aus, welche Faktoren fördern sie? Diesen Fragen geht Ulrich Schnabel anhand von wissenschaftlichen Erkenntnissen, persönlichen Schicksalen und erhellenden Geschichten nach.

15 Uhr
"Mit der Unsicherheit Freundschaft schließen - eine Ermutigung!"
Natalie KNAPP, Berlin
Details folgen...

20.30 Uhr
"Zuversicht und Resilienz. Erfahrungen aus der Intensivmedizin"

Andreas Valentin, Schwarzach

Zuversicht – Vertrauen in eine positive Entwicklung, etwas wird gut gehen. Das bedeutet nicht notwendigerweise die Rückkehr in das Gewohnte oder die Fortschreibung des Bestehenden. Resilienz – die Fähigkeit, selbst unter schwierigen oder extremen Bedingungen die Integrität einer Persönlichkeit oder auch  eines Systems und damit verbundene Funktionen aufrecht zu erhalten. Zuversicht und Resilienz bedingen sich gegenseitig.

In der Intensivmedizin sind Zuversicht und Resilienz wesentliche Fundamente der täglichen Arbeit und die Basis für die Bewältigung schwieriger Situationen. Was stärkt Intensivteams in den Herausforderungen der Betreuung Schwerstkranker und Ihrer Angehörigen?
Eine Reflexion in Form eines Kurzvortrags, gefolgt von einem moderierten Gespräch.

 

Freitag, 4. Juni 2021

9 Uhr
"Hoffnung wider die Hoffnung"
Reimer GRONEMEYER, Friesenheim

Haben wir nicht alle die Krisen satt? Corona, Klimakatastrophe, Überbevölkerung, Artensterben…. Es hat keinen Zweck, sich wegzuducken: Wir müssen den Krisen mutig in die Augen schauen. Wir sitzen auf den Trümmern einer untergehenden Welt, aber das ist genau der Augenblick, in dem ein Palaver beginnen kann: Wie fangen wir neu an? Was müssen wir unterlassen? Wie beenden wir den Größenwahn des homo sapiens? Wo finden wir und wie gründen wir eine neue Gemeinschaftlichkeit, die Schluss macht mit den räuberischen Kriegszügen? Unsere Zukunft heißt: Selbstbegrenzung. 

15 Uhr
„Lob der Endlichkeit – Eine Verteidigung des irdischen Glücks“

Ariadne VON SCHIRACH, Berlin

Klimawandel, Verschwörungstheorien, Populismus. Und dann auch noch Corona. Die Welt ist auf den Fugen geraten – alles löst sich auf, aber eben dadurch tritt lang Verdrängtes ans Licht: ob struktureller Rassismus, Sexismus oder die ökologisch fatalen Folgen unserer profitgetriebenen Lebensweise. Und nach der Pandemie können wir auch nicht länger die Augen davor verschließen, dass wir alle sterblich, verletzlich und voneinander abhängig sind.

All dies erzeugt existenzielle Angst. Doch zugleich liegt in dieser Angst auch die Chance, uns allem, was sich zeigt, zu stellen und dadurch einen anderen Umgang mit unserem Menschsein zu finden: mit Anstand und Courage, mit Humor und Zuversicht und mit Redlichkeit und Wahrhaftigkeit. Die Zukunft ist offen. Es liegt an jedem und jeder von uns, welche Gestalt sie annehmen wird.

 

Samstag, 5. Juni 2021

9 Uhr
„Die Kunst, mutig zu leben und beherzt zu entscheiden."

Melanie WOLFERS, Wien

Mut ist, wenn anderes wichtiger wird als unsere Angst. Mut und Zuversicht kommen also nicht breitbeinig und lautstark daher. Sie verdrängen Angst und Ohnmacht nicht, sondern „hegen sie ein“. Wie sich diese "Kraft zum Trotzdem" stärken lässt und was sie mit der Bereitschaft zu tun hat, sich berührbar und verwundbar zu machen, erfahren Sie in diesem Vortrag. 

10.30 Uhr
"Loslassen & dranbleiben. Wie wir Veränderungen mutig begegnen"

Bärbel WARDETZKI, München
Durch Loslassen und Dranbleiben schaffen wir es, Veränderungen mutig anzugehen, den Gegenwind in einen Aufwind zu verwandeln, Kränkungen und Verbitterung zu vermeiden und Sinn auch im Schlimmen zu finden. Unsere Wandlungsfähigkeit zeigt sich im Loslassen all dessen, was uns beschwert und im Dranbleiben an unseren Zielen, Wünschen, Werten und Leidenschaften.

16.30 Uhr: ABSCHLUSSVORTRAG
„Zuversicht in einer gefährdeten Welt: Für eine empathische Wende beim Denken, Fühlen und Handeln.“

Joachim BAUER, Berlin

"Als vermutlich einziges Wesen ist der Mensch fähig, (an) Zukunft zu denken. Nicht nur an Kindern und Jugendlichen - vor allem aber an ihnen können wir erkennen, dass der Mensch nicht nur zukunftsfähig ist, sondern ein Zukunftsbedürfnis hat "Selbststeuerung" und "Wie wir werden, wer wir sind"). Zuversicht ist der Türöffner für Zukunft, für eine Welt der Möglichkeitsräume. Anders als eine nebulös daherkommende Hoffnung, und auch anders als naiver Optimismus lässt sich die Zuversicht durch drei konkrete Merkmale beschreiben, die zugleich auch ihre Voraussetzungen sind: Zuversicht braucht - erstens - Vertrauen: Ohne die Erfahrung, dass mir etwas zugetraut wurde, kann ich mir selbst und Anderen nichts zutrauen. Ihre sinnstiftende Kraft bezieht die Zuversicht - zweitens - aus dem Gemeinschaftssinn: Was soll Sinn stiften, wenn nicht, etwas für Andere, auch für die uns nachfolgenden Generationen zu tun? Die dritte Voraussetzung und Komponente der Zuversicht ist Vorstellungsarbeit, Denkarbeit: Zuversicht geht ins Ungefähre und ins Leere, wenn wir uns nicht um Vorstellungen, um eine konkrete Vision dessen bemühen, wohin wir uns und die Welt entwickeln wollen."