Programm

MUT ZUM MITEINANDER

Vom Wert der Zugehörigkeit

 

  


Mittwoch, 14. Juni




EINFÜHRUNGSSEMINARE


1  14 bis 18 Uhr: Joachim BAUER, Freiburg

2  10 bis 18 Uhr: Susanne POINTNER, Wien

3  10 bis 16 Uhr: Franz RUPPERT, München 


Detailinformationen zu den Einführungsseminaren siehe unten!


19 Uhr 
Eröffnung der Ausstellung "Warten" Annelies Senfter


19.30 Uhr 
VORFÜHRUNG SINGSPIEL
Volksschule Goldegg
"Karlinchen"

21 Uhr
VORTRAG Erwin THOMA
Holzbaupionier, Autor; Goldegg

„Leben wie ein Baum, einzeln und frei und brüderlich im Wald,
diese Sehnsucht ist unser"
(Nazim Hikmet)


Donnerstag, 15. Juni


11.00 Uhr
BEGRÜSSUNG und ERÖFFNUNG

11.30 Uhr
ERÖFFNUNGSVORTRAG Joachim BAUER
Arzt, Psychotherapeut, Neurowissenschafter, Autor; Freiburg
„Die helle und die dunkle Seite der Zugehörigkeit“

15.00 Uhr
VORTRAG Eugen DREWERMANN
Kritischer Theologe, Psychotherapeut; Paderborn

„Mehr als Gerechtigkeit“

17 Uhr
Arbeitsgruppen, 1. Einheit (Ende ca. 19 Uhr)
zeitgleich Vertiefende Gesprächsrunde

21.00 Uhr
VORTRAG Tatjana SCHNELL
Professorin für Psychologie Uni Innsbruck, Sinnforscherin; Innsbruck
„Spuren hinterlassen - Sinn entsteht (auch) im Tun für andere“


Freitag, 16. Juni


8.30 Uhr
"Einstimmen" mit Catarina LYBECK
Gesangs- und Stimmtrainerin, Dipl. Opernsängerin; Salzburg

9 Uhr
VORTRAG Monika BETZLER
Professorin für Philosophie an der Universität München; München

„Was gehen uns die Interessen der Nachwelt an? - Gedanken(experimente) zu einer Ethik der Zukunft“

11 Uhr
Arbeitsgruppen, 2. Einheit (Ende ca. 13 Uhr)
zeitgleich Vertiefende Gesprächsrunde

15 Uhr
VORTRAG Rudolf TASCHNER
Professor für Mathematik TU Wien, Autor; Wien

„Letztlich bestimmt das Du den Glauben"

17 Uhr
Arbeitsgruppen, 3. Einheit (Ende ca. 19 Uhr)
zeitgleich Vertiefende Gesprächsrunde

21 Uhr
ABENDGESPRÄCHE 


Samstag, 17. Juni


8.30 Uhr
"Einstimmen" mit Catarina LYBECK
Gesangs- und Stimmtrainerin, Dipl. Opernsängerin; Salzburg

9 Uhr
VORTRAG Kathrin STAINER-HÄMMERLE
Professorin für Politikwissenschaft Uni Klagenfurt, Meinungsforscherin; Klagenfurt

„Mut zum Miteinander in der Politik. Ein notwendiger Paradigmenwechsel für uns alle“ 

10.30 Uhr
VORTRAG Luise REDDEMANN
Ärztin, Psychotherapeutin, Traumaexperin; Köln

„Verantwortung für die nächste Generation auf dem Hintergrund transgenerationaler Belastungen"


14 Uhr
Arbeitsgruppen, 4. Einheit (Ende ca. 16 Uhr)
zeitgleich Vertiefende Gesprächsrunde

16.30 Uhr
ABSCHLUSSVORTRAG Heribert PRANTL
Stellvertr. Chefredakteur Süddeutsche Zeitung, Autor; München

„Nicht was auf zukommt, sondern wohin wir gehen wollen, ist die Frage“

_______________________________________________________________________________________

Sonntag, 18. Juni

19 Uhr
ZEIT.GESPRÄCH
Christian FELBER, Wien

im Gespräch mit Michael KERBLER
„Von der Bienenfabel zur Gemeinwohl-Ökonomie“

mehr Informationen

_____________________________________________________________________________________

EINFÜHRUNGSSEMINARE am Mittwoch, 14. Juni

14 - 18 Uhr
ES 1: Beziehungsorientierte Pädagogik - Was können wir von den Neurowissenschaften lernen?

Teil 1: Vom Säugling zum Vorschulkind: Was sollten Eltern und Erzieher/innen wissen.

Teil 2: Von der Einschulung zur Adoleszenz: Hinweise für Eltern und schulische Lehrkräfte

Das menschliche Gehirn ist - vom ersten Lebenstag an - ein „social brain“, ein auf zwischenmenschliche Kontaktaufnahme und Beziehung ausgerichtetes Gehirn. Zwar gleichen sich die Grundprinzipien der Beziehungsgestaltung in allen menschlichen Lebensaltern. Die spezifischen Akzente, die in der Pädagogik gesetzt werden sollten, unterscheiden sich jedoch, abhängig von der Altersstufe des Kindes, erheblich.
Leitung: Joachim Bauer, Freiburg

10 - 18 Uhr
ES 2: Adam und Eva auf der Suche nach Autonomie und Verbundenheit
Gesellschaftliche Veränderungen haben einen Wertewandel in Paarbeziehungen bewirkt. Die Betonung der Authentizität, der Dialogbereitschaft, der Abstimmung und Unterstützung der Partner in der persönlichen Entwicklung hat in der Postmoderne zentrale Bedeutung bei der Partnerwahl und in der Beziehung gewonnen.
Diese Herausforderungen eröffnen Entwicklungsfelder und Räume der erfüllenden Begegnung. Oft sind wir aber überfordert damit, diesem hohen Ideal gerecht zu werden; einerseits, weil existenzielle Grundmotivationen, das Bedürfnis nach Sicherheit, Nähe, Authentizität und Entwicklungspotential nicht ausreichend gewährleistet sind (oder biographisch waren), andererseits, weil unser Sinnstreben in unangemessener Weise auf die Partnerschaft fokussiert ist. Dieser Abgrund zwischen Liebessehnsucht und alltäglicher Isolation ist der Nährboden für Bindungsangst und Vermeidungsverhalten auf der einen, und für Verstrickung und Abhängigkeit auf der anderen Seite.
Die Chance der manchmal bitteren Erkenntnis liegt im wechselseitigen Wachstumspotential der Partner. Wir wollen uns über Mythen, innere Bilder, Geschichten und Filmen der eigenen Ambivalenz, dem dahinter verborgenen Lebensthema, und der darin enthaltenen heilenden Vision stellen – und damit Friedensarbeit im Mikrokosmos leisten.
Leitung: Susanne POINTNER, Wien


10 - 16 Uhr
ES 3: Mut zu sich selbst als Grundlage für ein konstruktives Miteinander
          Identitätsaufstellungen mit der Anliegenmethode
Psychische Traumata erleiden wir oft schon in unserer frühen Kindheit. Sie führen zu psychischen Aufspaltungen, zu Ich-Verlust, Desorientierung und Unklarheiten in den eigenen Lebenszielen. So werden wir zwar älter und reifen körperlich, es können auf dieser Grundlage aber keine konstruktiven Beziehungen auf einer Erwachsenen-Ebene entstehen. Immer wieder geraten wir dann in Freundschafts-, Paar- oder Arbeitsbeziehungen in ausweglose Abhängigkeiten wie in der Kindheit. Auch traumatisierte Eltern sind dann für ihre Kinder psychisch nicht erwachsen und bedrängen sie mit ihren kindlichen Bedürfnissen und ihrer eigenen Not. Ganze Gesellschaften können dadurch in einen Zustand der Infantilisierung geraten und in destruktiven Mustern verharren. Politik, Ökonomie oder Gesundheits- und Sozialsysteme sind dann Ausdruck der kollektiven Unfähigkeit, ein gesundes Miteinander zu organisieren.
Durch die „Anliegenmethode“ haben wir nun die Möglichkeit, unsere innere psychische Struktur und die Qualität unserer Beziehung zu uns selbst und zu anderen sichtbar werden zu lassen. Was sind unsere gesunden Anteile? Wo halten wir an Überlebensstrategien fest? Wo sind unsere abgespaltenen Traumagefühle? Identitätsaufstellungen helfen, dass wir uns aus symbiotischen Verstrickungen lösen und abgespaltene eigene Anteile integrieren können. So werden wir immer mehr ganz Ich und auf eine gute Weise beziehungsfähig, in der Paarbeziehung, in der Familie und in der Gesellschaft.
Im Seminar wird das Grundkonzept der „Identitätsorientierten Psychotraumatheorie und -therapie“ (IoPT) anhand praktischer Fallarbeiten erläutert.
Leitung: Franz RUPPERT, München

 



ARBEITSGRUPPEN

von Donnerstag bis Samstag (4 Einheiten à 2 Stunden)
Da alle Arbeitsgruppen zeitgleich stattfinden, können Sie sich nur zu einer Gruppe anmelden!!!


AG 1: Bereits ausgebucht!!!
Verbunden durch die Weisheit des Schoßraumes
Die erste Zugehörigkeit, die wir Menschen erleben, ist die Verbindung zur Mutter durch die Nabelschnur. So kommen wir menschlichen Wesen alle mit einem tiefen inneren Gespür für Verbundenheit auf die Welt.
Im weiblichen Schoßraum wohnt verschüttet ein verlässliches Urwissen über ein Leben in Bezogenheit und Verbundenheit. Wenn dieses Wissen frei und freudvoll gelebt werden kann, mündet es in letzter Konsequenz in friedvolle Gesellschaften mit einer Balance von weiblichen und männlichen Kräften. Es manifestiert sich in Menschen, die Leben hegen, pflegen und schützen - statt es auszubeuten, zu vergewaltigen, zu zerstören.
In diesem Seminar für Frauen tauchen wir in geschützter Atmosphäre gemeinsam tief ein in die Weisheitsschätze des weiblichen Schoßraums. In Frauenkörper-Bewegungen, Gebärmuttergespräch, in der Schoßraumreise und in der geführten Imagination zu den Hüter*innen des Alten Wissens. Das Seminar ist energetisch und transformativ. Erfahrungsgemäß stärkt die weibliche Schoßraumarbeit das persönliche Erleben von Würde und die Erkenntnis von Bezogenheit zu allem,  erweckt das eigene urweibliche Sein und damit auch eine tiefere Liebe zu sich und zum Mann.

Bitte mitbringen:
Decke, Polster, Stifte für persönliche Aufzeichnungen und die Offenheit und die Bereitschaft, berührt zu werden und zu berühren.

Leitung: Susanna ANDREINI, Grödig     
www.susanna-andreini.at


AG 2: Bereits ausgebucht!!!
Die fünf Elemente des Sivananda Yoga
Sivananda Yoga ist eine integrale Yoga- und Meditationspraxis. Es vereint die Lehren des Hatha Yoga, Raja Yoga, Jnana Yoga, Kundalini Yoga, Karma Yoga und Bhakti Yoga. Sivananda Yoga-Stunden bestehen neben Asanas (Körperübungen) aus Meditation, Mantren, Atemübungen und Entspannung. Sivananda Yoga ist ein klassischer, integraler, ganzheitlicher Yoga-Stil, bei dem nicht nur die körperliche, sondern auch geistige und seelische Entwicklung und Gesundheit berücksichtigt wird. Yoga soll als Weg zu Gesundheit und innerem Frieden dienen und damit die Voraussetzungen für äußeren Frieden in der Welt (mit)schaffen.
Für die Teilnahme sind keine Vorerfahrungen notwendig.
Verwende Deine ganze Aufmerksamkeit auf das, was Du im Augenblick machst. Gib Dein ganzes Herz und Deine Seele mit hinein. Erledige niemals eine Aufgabe nur halbherzig." (Swami Sivananda)

Bitte mitbringen:
bequeme Kleidung, Sitzkissen und Decke und, falls vorhanden, eine Yogamatte

Leitung: Hedwig BAUER, Freiburg



AG 3:
Feldenkrais und Tanz - Bewegungsfreude und Begegnung

Körperlicher Kontakt ist die ursprünglichste Art, miteinander zu sein. Ein lebendiger Kontakt ist durch Verbindlichkeit, Klarheit und Abgrenzungsfähigkeit gekennzeichnet. Dazu trägt die Feldenkrais-Methode bei, indem sie über sanfte, interessante Bewegungen die Eigenwahrnehmung, auch in der Begegnung mit anderen, verbessert. Kontaktimprovisation ist eine Tanzform, bei der auf behutsame und spielerische Weise die Aufnahme, die Qualität und das Auflösen von Kontakt erfahren und vertieft wird. In diesem Workshop erwartet die TeilnehmerInnen eine Mischung aus ruhigen Phasen auf der Matte und dem Genießen energievoller freier Bewegung im Raum.
Bitte mitbringen: bequeme Kleidung für ruhige und aktive Phasen (Zwiebelprinzip), warme Socken und eine Matte/Wolldecke
Leitung: Claus BÜHLER, Gießen   www.bewegungskunst.com


AG 4: 
Bereits ausgebucht!!!
Miteinander in Freiheit denken - die Kunst des Dialogs
Komm ins Offene, Freund(in)!" (Friedrich Hölderlin)
Was genau sich ereignet, wenn Dialog glückt, bleibt ein Geheimnis. Dennoch ist Dialog als „Kunst gemeinsamen Denkens" eine Disziplin, die gelernt und geübt werden kann.
Viele Annahmen und Glaubenssätze prägen unser individuelles wie kollektives Denken, Sprechen und Handeln, sie stehen gegenseitiger Verständigung und tieferem Verstehen immer wieder im Wege. Der amerikanische Quantenphysiker David Bohm schlägt deshalb vor, im Offenen Dialog solche meist unbewussten „Mentalen Modelle“ zu entdecken und in Frage zu stellen. Dieses manchmal schmerzliche Entdecken und Loslassen alter Muster eröffnet Raum für gegenseitiges Verstehen und gemeinsames Weiter-Denken.
Im Workshop erkunden wir dialogische Kernfähigkeiten wie generatives Zuhören, wesentliches Sprechen und produktives Plädieren und erproben verschiedene Formen des Offenen Dialogs. Der Vertrauensraum des Dialogs lässt die Freiheit des Denkens spürbar werden und eröffnet neue Horizonte im Denken, Sprechen und Handeln, um die drängenden globalen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts miteinander anzugehen.
Leitung: Christine FINDEIS-DORN, Wiesbaden    www.findeis-dorn.de


AG 5:

Alter(n) - Erwartungen, Ängste, Hoffnungen
Die Art und Weise, wie Menschen altern, hat sich in der „Gesellschaft des längeren Lebens" in vielerlei Hinsicht geändert. Hat die veränderte Realität des Alters auch unsere Vor- und Darstellungen darüber verändert, wie die Lebensphase Alter ist bzw. wie sie sein soll, oder hinken diese Bilder der Wirklichkeit hinterher? Welche Erwartungen an ältere Menschen haben wir? Was erhoffen wir uns vom Alter? Was sind unsere Ängste in Bezug auf einen Prozess, der für uns alle früher oder später – oder vielleicht permanent - zutrifft?
Im Workshop nähern wir uns diesen Fragen vor dem Hintergrund der in der Forschung gut belegten Annahme, dass sich unsere individuellen Altersbilder in vielfältiger Weise auf unser Erleben und Verhalten auswirken – etwa auf die Kommunikation mit älteren Menschen (zum Beispiel „Babysprache" gegenüber hochaltrigen, pflegebedürftigen Menschen), aber auch auf den Umgang mit uns selbst: Wer zum Beispiel das Altersbild hat, dass Antriebsmangel und schlechte Stimmung unvermeidliche Begleiterscheinung des Alterns sind, wird wahrscheinlich mit mehr Resignation und Passivität reagieren und weniger eigene Initiative bei sozialen Aktivitäten und Freizeitzeitbeschäftigungen entwickeln – ganz im Sinne einer „Sich-selbst-erfüllenden Prophezeiung". Umgekehrt zeigen Menschen mit einem positiveren Blick auf das eigene Älterwerden bessere Gedächtnisleistungen, werden gesünder und aktiver älter, erholen sich nach schwerwiegenden Erkrankungen schneller und leben nachweislich sogar länger. Da stellt sich unweigerlich die Frage: Woher kommen die Bilder in den Köpfen über das Alter? Welche Rolle spielen dabei eigene Erfahrungen mit älteren Menschen (etwa mit den Großeltern, mit älteren Patient/innen)?  Welche Rolle spielen dabei die Medien?
Der Workshop bietet die Gelegenheit, berufliche wie auch private/persönliche Erfahrungen und Anliegen in Bezug auf das Alter(n) und ältere Menschen zu reflektieren und dabei auch die Sichtweisen anderer Teilnehmer/innen kennenzulernen. Dabei wird auch ein Einblick in die Theorien und Befunde der psychologischen Alternsforschung gegeben, für die nicht zuletzt die Frage relevant ist, wie plastisch der Alternsprozess ist und wie  produktives” Altern gelingen kann.
Leitung: Eva-Marie KESSLER, Berlin


AG 6: 
Bereits ausgebucht!!!
Herzöffnendes Singen
Soweit wir zurückblicken können, hat der Mensch in allen Kulturen das Singen als natürlichen Teil des Lebens empfunden. Singen öffnet den Menschen nach Innen, erzeugt Balance und Kraft und bringt uns leichter und besser in Resonanz mit unseren Mitmenschen.  Durch die „herzöffnende“ Wirkung des Singens wird das, was uns als Menschen in Liebe vereint, deutlicher. 
In dieser Arbeitsgruppe erleben Sie, wie das Singen und Tönen ein freudvoller und heilsamer „Lebensbegleiter“ werden kann. Der ganzheitliche und experimentelle Zugang von Catarina Lybeck führt zu einem natürlicheren und tieferen Verständnis vom eigenen Klangkörper und macht Mut, sich singend auszudrücken. Im gemeinsamen Singen entstehen Klänge, die nicht nur wohltuend sind, sondern wahrlich „beflügeln“. 
Alle Töne sind willkommen und es sind keine Vorkenntnisse notwendig.  

Bitte mitbringen: bequeme/s Kleidung und Schuhwerk

Leitung: Catarina LYBECK, Salzburg    www.stimme.at     www.sprechlust.at


AG 7:
Die Kunst des Spielens - Schauen, Spielen und Schauspielen

„Beim Spiel kann man einen Menschen in einer Stunde besser kennenlernen als im Gespräch in einem Jahr" - Plato

In diesem Workshop geht es einerseits um das individuelle Entdecken und Entwickeln musischer Fähigkeiten und andererseits um das gemeinsame kreative Agieren. Geeignet für jedermann/jedefrau, es sind keine Vorkenntnisse erforderlich.

Was vorkommt… Improvisationstheaterspiele, Phantasiereisen, Metaphern, szenische Arbeit, unterhaltsame Übungen zur Koordination, Konzentration und Kommunikation, freies natürliches Spiel, Rollen und Geschichten gemeinsam finden und gestalten.

Was rauskommt… Mehr Flexibilität und Spontanität, Storytelling-Kompetenzen, positive, lösungsorientierte, präsente Haltung, sensibilisierte Körperwahrnehmung, soziale und intuitive Kompetenz, gestärkte Resilienz und Frustrationstoleranz

Wer hinkommt… Empfohlen für alle, die Inspiration, Motivation und Entspannung suchen, die sich einmal auf einer Bühne ausprobieren und diese Gelegenheit nutzen wollen, die selbst mit Gruppen arbeiten und sich hier Anregungen holen wollen, die in lockerer, wertschätzender und künstlerischer Atmosphäre eine Möglichkeit zur kreativen Selbsterfahrung suchen.
Leitung: Michaela OBERTSCHEIDER, Wien   www.michaelaobertscheider.at


AG 8:

Die Heldenreise des Paares
Das Zusammenleben von Personen, die aus unterschiedlichen Welten kommen, ist auch im Mikrokosmos der Partnerschaft und Familie eine Herausforderung. Friedensarbeit beginnt in den eigenen vier Wänden. Kulturelle Unterschiede, Wertekonflikte und Glaubenssätze prallen auch bei Angehörigen der gleichen Nationalität aufeinander. Sie liefern Zündstoff für Krisen und Nährboden für Entwicklung.
Schon die erste Begegnung trägt den Keim für die Entfaltung des Paarmythos in sich. Gemeint sind damit die gemeinsamen Ressourcen, die zentrale Angst und der gemeinsame tiefe Schmerz, der sich unterschiedlich manifestiert. Gemeint ist auch das besondere Charisma, das gerade diese Beziehung in sich trägt, die Heilkraft und Gabe aneinander und an die Welt.
Im Workshop wollen wir uns mit dem Thema theoretisch und vor dem Hintergrund persönlicher Erfahrungen auseinandersetzen. Die Grundlage bildet die Existenzanalyse; methodische Elemente werden durch die Imago-Therapie und kreative Methoden ergänzt. Über die Bildersprache von Märchen, Mythen, Erzählungen und Filmen wird der Zugang zu Lebenswerten und -motiven, auch in ihrer individuellen und kulturellen Prägung, eröffnet und vertieft.
Leitung: Susanne POINTNER, Wien   www.susanne-pointner.at


AG 9:

Qi Gong im Prozess der Begegnung
Im Qi Gong - einem System zur Stärkung von Resilienz und Gesundheit - wird betont, dass es für  Gesundheit und Wohlbefinden wichtig ist, in harmonischer Beziehung mit sich selbst, den Kräften der Natur und dem sozialen Umfeld zu sein. Wir sind verwoben in ein Feld von Schwingungen und Kräften, die zum größten Teil nicht unserer willentlichen Kontrolle unterliegen, denen wir aber mit Achtsamkeit und Freundlichkeit begegnen können. Das Entscheidende ist die Qualität des Kontakts.
Die Fragestellung und das Thema dieses Seminars ist also:
Wie können wir mithilfe von Qi Gong in einen freundlichen und bewussten Kontakt zu uns selbst, zu den Kräften der Natur und zu anderen Menschen kommen?
Mit den Teilnehmern wird eine einfache Qi Gong-Form eingeübt, die selbstständig weiter praktiziert werden kann, und es wird Partnerübungen geben. Die Übungen wurden so ausgewählt, dass sie helfen, die eigene Selbstregulation zu verbessern und die Achtsamkeit und Sensibilität im Prozess der Begegnung zu vertiefen.
Leitung: Ralf ROUSSEAU, Saarbrücken   www.ralfrousseau.de


AG 10:
Wie wir gut miteinander entscheiden können: Soziokratie und Konsent! 
Die Soziokratie ist ein Organisationsmodell aus Holland, das in den letzten Jahren im deutschsprachigen Raum immer mehr Anhänger findet: 

• Wie können Gruppen effizient zu Entscheidungen kommen, die für alle passen?
• Wie kann eine Organisation so aufgebaut sein, dass die Weisheit der   
   Mitarbeiter*innen integriert wird?
• Welche Strukturen fördern erwachsene Mitarbeiter*innen und mehr Engagement  
   und Mit-Verantwortung??

In der Soziokratie werden die Grundsatz- und Rahmenentscheidungen im „Konsent" getroffen, d.h. keiner hat einen „schwerwiegenden Einwand" im Hinblick auf das gemeinsame Ziel.
Es geht nicht um die 100%ige ZU-Stimmung, sondern ob diese Entscheidung noch in meinem persönlichen Toleranzbereich liegt und uns vorwärts in Richtung einer gemeinsamen Vision bringt.

Die Konsent-Moderation ermöglicht einen wirklichen Dialog im Kreis. Es wird hintereinander geredet, jeder bekommt seinen/ihren Platz und die anderen können entspannen und zuhören. So werden meist sehr weise und kreative Lösungen generiert.

Diese Form des Miteinanders kann im privaten und beruflichen Kontext eingesetzt werden, ganz besonders bei Organisationen, die die „Welt verbessern“ möchten.

Wir werden viel diese Moderationsform üben. Dazu ziehen jeweils 5 - 6 Teilnehmer*innen in eine WG und entscheiden dann alle relevanten Fragen im Konsent, z.B. Sauberkeit/Putzen, gemeinsame Aktivitäten, Gemeinschaftskasse…

Weil wir in gleichbleibenden Kleingruppen arbeiten, ist eine kontinuierliche Teilnahme sehr wichtig. Und es braucht eine gewisse Praxis, um diesen Ansatz zu verinnerlichen.
Leitung: Christian RÜTHER, Wien   www.soziokratie.org


AG 11:
Schöpferisch und kreativ - Bühne frei für ein Miteinander

Dieser Psychodramaworkshop gibt Ihnen den Raum, das Tagungsthema „Miteinander“ szenisch kreativ zu erforschen und ein optimistisches schöpferisches Miteinander zu erproben. Der Begründer des Psychodramas Jacob Levi Moreno beschrieb den Menschen als ein soziales und kreatives Wesen. „Schöpferisch und in Beziehung zu sein ist die eigentliche Bestimmung des Menschen“ (Moreno)

Als Anregung werden die Grundideen zur Gemeinschaftsbildung der Wirtschaftsnobelpreisträgerin Elenor Ostrom: „Was mehr wird, wenn wir teilen" vorgestellt und erspielt.

Sie lernen das Verfahren Psychodrama und die Grundtechniken psychodramatischer Bearbeitung (psychodramatische Aufstellungsarbeit, soziometrische Übungen, Stegreifspiel und Inszenierungen von Geschichten) kennen. Das Verfahren Psychodrama findet seine professionelle Anwendung in der therapeutischen, pädagogischen und supervisorischen Arbeitswelt. Die psychodramatischen Theorien geben uns viele Denkanstöße und Handlungsimpulse für ein kreatives freudvolles Miteinander.
Leitung: Hildegard SCHUMACHER, Meersburg


AG 12: Bereits ausgebucht!!!
Wie das Miteinander durch Kommunikation gelingt
VERSTEHEN und VERSTANDEN werden
Die „Gewaltfreie Kommunikation" (GFK) nach M.B. Rosenberg ist ein neuer Weg der Gesprächsführung und Konfliktlösung hin zu respektvollen, liebevollen und wertschätzenden Beziehungen, ein Weg, der die Bedürfnisse aller Beteiligten berücksichtigt und den Ausstieg aus alten Kommunikations- und Verhaltensmustern bedeutet.

Für all jene, die interessiert und offen sind, sich selbst und unsere Mitmenschen besser zu verstehen!

Inhalte des Workshops
• Die 4 Erkenntnistore zur erfolgreicher Kommunikation
• Die 4 Schritte zu wertschätzender Kommunikation
• Klarheit und Verständnis für sich selbst und den anderen bekommen   
   (Selbstempathie/Empathie)
• Authentisches, ehrliches und aufrichtiges Ausdrücken
• Ausdruck für klare Kommunikation erweitern und vertiefen

Durch gemeinsames Erkennen, Verstehen, Ausprobieren und Üben lernen wir die Grundlagen der GFK kennen. Viele praktische Beispiele und Übungen anhand von Alltagssituationen der Teilnehmenden dienen als Unterstützung, die eigenen Gefühle und Bedürfnisse zu erkennen und sie erfolgreich zum Ausdruck zu bringen.
Leitung: Elisabeth WILLIAMS, Thalheim    www.sens-kommunikation.at