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EINFÜHRUNGSSEMINARE

Die Einführungsseminare finden zeitgleich statt. Bitte melden Sie sich zu EINEM Seminar an und geben Sie Ihre alternativen Wahlmöglichkeiten bekannt, sollte Ihr Wunschseminar schon ausgebucht sein.

Hier gehts zur Anmeldung.
 

ES 1: Mensch(heit) und Natur zwischen Verbundenheit und Entfremdung

Leitung: Joachim BAUER, Berlin
Hinweis: Halbtagesseminar: 13 - 17 Uhr

Das ökologische Drama, das wir erleben, wird uns weithin nur als eine Fülle von Daten präsentiert (Erwärmungsgrade, CO2-Konzentrationen, Säurewerte der Meere, Feinstaub-Konzentrationen der Luft, extreme Wetterereignisse etc.). Die Kenntnis der objektiven Fakten ist von überragender Bedeutung, vermochte aber nicht, unser menschliches Verhalten zu verändern und jenes Momentum zu erzeugen, dessen es bedarf, um die Klimakatastrophe abzumildern. Die These des Arztes Joachim Bauer ist, dass wir das erforderliche Momentum nur gewinnen können, wenn wir die Frage nach der (vorhandenen oder abhanden gekommenen) emotionalen Verbundenheit zwischen Mensch(heit) und Natur in den ökologischen Diskurs mit einbeziehen. Es gilt, wieder zu erlernen zu “fühlen was die Welt fühlt“. Studien zeigen, dass zwischenmenschliche Empathie und eine empathische Beziehung zur Natur miteinander korrelieren. Vertiefende (Buch-)Literatur: Joachim Bauer: „Fühlen was die Welt fühlt“; „Das empathische Gen“; „Selbststeuerung“.

ES 2: Active Hope! Dem Chaos begegnen, ohne verrückt zu werden. Einführung in die Tiefenökologie

Leitung: Gabi BOTT, Ökodorf Sieben Linden

Den Herausforderungen dieser Zeit, wie Klimawandel, Artensterben, Corona-Pandemie, globale Ungerechtigkeit, Kriege, Hunger etc. fühlen sich zunehmend viele Menschen nicht gewachsen und reagieren mit Ohnmacht oder sich überforderndem Aktivismus.

Tiefenökologie bietet einen Raum, diese Gefühle nicht zu verdrängen, sondern sie zu spüren und zu benennen und die Erfahrung zu machen, dass du daran nicht zerbrichst, sondern Kraft gewinnst. Das Wichtigste an dieser Arbeit ist, dass unser Wissen erfahrbar wird, Herz und Verstand in Verbindung sind und wir so zum Handeln kommen, aus uns selbst heraus, mit einem neuen Bewusstsein, dem Bewusstsein für das Ganze! Das lässt uns Verantwortung übernehmen für uns selbst und für das, was in der Welt geschieht. Tiefenökologie kann von der Ohnmacht zum Handeln führen. Durch Übungen wird dieser Prozess erfahrbar.

ES 3: Weltenklang – Stimme und Gesang

Leitung: Heidi CLEMENTI, Meran

„Die Stimme ist zum Singen, nicht zum Sprechen, geschaffen, zur Lobpreisung der göttlichen Einheit und zur Heilung“ sagen die Aborigines (aus Marlon Morgan, Der Traumfänger).
Dieser Erfahrung wollen wir an dem Tag Raum geben. Übers einfache absichtslose gemeinsame Tönen, Summen, erspüren wir unseren Körper als Klangraum, der schwingt und vibriert und so gemeinsam mit den anderen ein Klangmeer erzeugt, das unsere Haut, unsere Sinne berührt. Wir lauschen, horchen, spüren. In dieser achtsamen, offenen Haltung lernen wir einfache Volksgesänge aus verschiedenen Kulturen. Ganz ursprünglich, im Vor- und Nachsingen, ohne Noten lernen wir die Lieder, so wie Volksgesang seit jeher weitergegeben wurde. Dabei entdecken und genießen wir die sinnliche Kraft der kulturell unterschiedlichen Mehrstimmigkeit.

ES 4: Verzweiflung ist unrealistisch. Was negative Nachrichten mit unserem Denken machen und wie wir uns davon befreien.

Leitung: Ronja VON WURMB-SEIBEL, Dünzelbach

Nachrichten verfolgen uns immer und überall. Morgens im Radio, abends im Fernsehen und zwischendrin als Push-Nachricht auf dem Handy. Sie prägen unser Leben – viel mehr, als wir es ahnen. Nachrichten beeinflussen, wen wir wählen, wofür wir unser Geld ausgeben oder wie wir unsere Kinder erziehen. Sie bestimmen, wie wir uns fühlen, wenn wir morgens aufwachen und worüber wir nachdenken, wenn wir abends ins Bett gehen.

Tägliche Krisenmeldungen drücken nicht nur unsere Stimmung, sie verzerren unseren Blick auf die Welt. Wie entkommen wir dieser Negativ-Spirale? Indem wir Nachrichten anders konsumieren. Und indem wir anfangen, einander eine neue Art von Geschichten zu erzählen. Denn: Wir alle erzählen Geschichten. Jeden Tag. 

Ronja von Wurmb-Seibel zeigt anhand von leicht nachvollziehbaren Erklärungen und Geschichten, warum es sich lohnt, einen gesünderen Umgang mit Nachrichten zu finden und gibt Tipps und Tricks, wie es gelingt, die Welt auch im Alltag mit anderen Augen zu sehen. Ihr im Februar 2022 erschienes Buch „Wie wir die Welt sehen“ ist aktuell auf der SPIEGEL-Bestseller-Liste.

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