Zum Hauptinhalt springen

2022/2023 "KULTUR.ARBEIT - für eine neue Weltbeziehung"

Von Hartmut Rosa haben wir den Terminus Weltbeziehungübernommen, um ein notwendiges, neues Denken anschaulich zu benennen und den inflationären Begriff der Nachhaltigkeit nicht immer zu strapazieren. „Für eine neue Weltbeziehung“ ist aber auch ein Aufruf zur Umorientierung, die Sicht auf und den Umgang mit Mutter Erde neu zu denken. Achtung, eine Warnung: der Slogan „Jute statt Plastilk“ ist nicht die Lösung zur Weltrettung, wie uns Berni Wagner in seiner fulminaten Kabarett- Performance im November vor Augen führte.

Plastiktüten, PET-Flaschen, Feuerzeuge aus Plastik, Plastiksackerl, Wegwerfrasierer – Plastikmüll, der in den Weltmeeren landet und von den Tieren, die im Wasser leben, mit Nahrung verwechselt wird. Warum? Weil Plastikteile im Meer einen Geruch annehmen, der sie als Nahrung wahrnehmen lässt.
„... Die Tiere ersticken, erleiden tödliche Verstopfungen oder verhungern bei vollem Bauch. Der Mageninhalt von toten Eissturmvögeln ist inzwischen ein anerkannter Nachweis für die Verschmutzung unserer Meere. Denn Eissturmvögel sind hochseevögel – was sie fressen, stammt aus dem Meer.
Doch nicht nur Seevögel sind betroffen, sondern auch Meeressäuger und Fische. Die Lederschildkröte beispielsweise frisst hauptsächlich Quallen. Immer wieder verwechselt sie im Wasser treibende Plastiktüten mit ihrer Lieblingsmahlzeit. Und häufig werden auch Wale gefunden, deren Mägen mit Plastik gefüllt sind. Ein weiteres Problem ist, dass sich Tiere häufig im Müll verfangen und auf diese Weise qualvoll verenden.“ 
Der Dokumentationsfilm „The North Drift“ zeigt, welch unfassbar weiten Weg schwimmender Müll zurücklegt. Keine noch so ferne Weltregion ist vor ihm sicher. Allzu weihevolle Musik und belehrende Kommentare verraten, dass Regisseur Krones für die Werbebranche arbeitet. Die Botschaft ist jedoch klar: Müll geht uns alle an, auch wenn er noch so weit weg zu sein scheint.

Apropos Kulturarbeit: im Sinne einer kulturellen Grundversorgung hoffen wir, dass Sie unser Veranstaltungsangebot, unsere kulturelle Grundversorgung, grundsätzlich sinnstiftend und einer guten Weltbeziehung förderlich empfinden ...
Die Bitte um frühzeitige Reservierung – telefonisch oder per Mail – bleibt aufrecht. Erstens hilft uns Ihre Ankündigung des Kommens in den üblichen Vorbereitungen für eine gelungene Veranstaltungsabwicklung. Zweitens: Wer weiß, ob der US- Präsident Joe Biden mit seinem Ausspruch vor laufender Kamera „covid is over“ recht hatte und wir das schon routinierte Führen von Präsenzlisten und Kontaktdaten nicht wieder einführen müssen. Mit einer Reservierungsliste sind wir jedenfalls auf der sicheren Seite.

Heinz Kaiser

-->