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2022/2023 "KULTUR.ARBEIT - für eine neue Weltbeziehung"

Gestatten Sie einen Blick zurück, an den Beginn dieses Veranstaltungsjahres: Das 1. Quartal konnte, wir können es selbst kaum fassen, in der geplanten Form stattfinden! Die einschränkenden corona-bedingten Maßnahmen wie 2G-Kontrolle, Maskenpflicht, Führen von Präsenzlisten und Verzicht auf Pausen waren unerlässlich, doch ließ man sich die Laune nicht verderben. Die selbst verordnete und zum Jahresthema 2021 erhobene Zuversicht wurde belohnt.

Zuversicht, kombiniert mit einer ordentlichen Portion Eigenverantwortung, wird unsere Prämisse bleiben müssen, nicht nur in Bezug auf den weiteren Verlauf der Pandemie, sondern auch auf die Jahresthematik dieses und des folgenden Jahres. Worum soll es gehen, was versuchen wir zu vermitteln? Es ist nicht zu leugnen, dass wir in einer Zeit leben, in der Probleme schwer bewältigbar scheinen: Klimawandel, Migrationsbewegungen, Gewinnmaximierung als Naturgesetz, ständig steigender Energieverbrauch bei gleichzeitigem Ausstieg aus der fossilen Energiegewinnung, Müllberge wegen des überbordenden Konsumgüterangebots und den Verlockungen der Werbeindustrie. Die Weltbevölkerung nimmt beständig zu und die Gegensätze zwischen arm und reich werden immer größer. So kann es wohl nicht weitergehen. oder, um es mit dem Buchtitel von Katharina Rogenhofer (die bei den 40. Goldegger Dialogen zu Gast sein wird) zu sagen: „Ändert sich nichts, ändert sich alles!“

Nicht anders hat es schon vor 40 Jahren Fritjof Capra (auch er wird bei den 40. Goldegger Dialogen dabei sein) in seinem Bestseller „Wendezeit – Bausteine für ein neues Weltbild“ erläutert und plädiert, wir müssten unser lineares Denken – Stichwort permanentes Wachstum – zugunsten eines komplexen, netzartigen Denkens aufgeben.

Von Hartmut Rosa haben wir den Terminus Weltbeziehung übernommen, um dieses notwendige neue Denken anschaulich zu benennen und den inflationären Begriff der Nachhaltigkeit nicht zu strapazieren.

„Für eine neue Weltbeziehung“ ist ein Aufruf zur Umorientierung, die Sicht auf und den Umgang mit Mutter Erde neu zu denken. Wilhelm Scheruebl wird in seinem künstlerischen Beitrag zu den Goldegger Dialogen vor Augen führen, wie er mit der Natur und ihren Gesetzmäßigkeiten seine Arbeit (sein Werk) realisiert. Und wenn Sie sich in Bezug auf eine Neuausrichtung ihres auch konsumatorischen Daseins mit anderen austauschen wollen, sind Sie im mehrteiligen Lehrgang mit Franz Galler richtig!

Apropos Kulturarbeit: im Sinne einer kulturellen Grundversorgung hoffen wir, dass Sie sie grundsätzlich sinnstifend und einer guten Weltbeziehung förderlich empfinden ... 

Heinz Kaiser

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